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Jingmai 2017

gushu

Sanft und seidig in der Tasse, spiegelt der gleichmäßige Charakter dieses Sheng Pu'er seine Wachstumsbedingungen wider: ein flaches Plateau, erhaben auf einem Berggipfel, 1600 Meter über dem Meeresspiegel. Aus einer weichen, pflanzlichen Basis, die einer fein zubereiteten Schale Matcha oder der Cremigkeit von Sojamilch ähnelt, sprudeln einzelne Kopfnoten hervor: würzige Passionsfrucht, die Kühle der Minze, die leichteste Andeutung von Rauch, wie von einem fernen Lagerfeuer auf einem üppigen Berggipfel. Diese facettenreichen Blätter werden von jahrhundertealten Teebäumen der Jingmai-Region aus Pu'er geerntet, die wegen ihrer besonderen Eigenschaften ausgewählt wurden, um dann zu Bing Cha gepresst zu werden. Jahre später werden die flachgepressten Blätter in einer Teekanne oder einem Gaiwan aufgehen und die Teetrinker zurück in ihre Heimat in den Bergen bringen.

  • HERKUNFT:  Jingmai, Puer, Yunnan, China
  • ZÜCHTUNG:  Da Ye Zhong
  • GEERNTET IM:  Frühjahr 2017
  • GESCHMACK:  Sojamilch, Passionsfrucht, Minze

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Zubereitung
IN DER TEEKANNE
  • Menge: 6g / 500ml
  • Wassertemperatur: 100°C
  • Ziehzeit: 4 Min.
NACH GONGFU CHA-ART
  • Menge: 7g / 150ml
  • Wassertemperatur: 100°C
  • Mehrere Aufgüsses: 2-15 Sek.

Beginnen Sie mit 2 Sekunden. Nach der 5. Infusion stetig steigern. Überschreiten Sie niemals 15 Sekunden.
Die besten Ergebnisse bei Gongfu Cha erzielen Sie, wenn Sie in einer Yixing-Teekanne zubereiten.

Zusätzliche Informationen

Pu’er Tee ist wegen seines exquisiten Geschmacks und seinem positiven Einfluss auf die menschliche Gesundheit der Kaiser unter den post-fermentierten Tees. Es ist ein Tee, der ausschließlich in der chinesischen Provinz Yunnan produziert wird. Die Blätter durchlaufen einen Prozess der mikrobiellen Fermentation, die sich während der Lagerung fortsetzt, und langsam aber stetig den Geschmack und das Aussehen des Tees verändert. Darum wird dieser Tee post-fermentierter Tee genannt.
Pu’er Tee ist in zwei Ausführungen erhältlich.
Die „rohe“ Ausführung, Sheng Cha genannt, ist die ältere und traditionellere. Der Tee hat zu Beginn grüne Blätter, welche mit dem Alter und dem Prozess der graduellen Fermentation immer dunkler werden, was zu einem unvergleichlichen Geschmacksreichtum führt. Mehrere Jahrzehnte lang gealterter Sheng Cha kann sehr kostbar sein und es gibt Jahrgänge, die extrem begehrt sind. Das Rohmaterial ist für die Qualität des Getränks indes von äußerster Wichtigkeit. Mittelklassiger Sheng Cha wird sich auch durch den Alterungsprozess nie in einen erstklassigen Pu’er verwandeln.
In den 70er Jahren, als die Nachfrage für gealterten Pu’er Tee das Angebot zu übersteigen begann, wurde von der Menghai Teefabrik ein neuer Herstellungsprozess entwickelt, Wo Dui genannt. Der natürliche Prozess der Fermentierung, der die Erscheinung und den Geschmack des Sheng Cha über viele Jahre hinweg langsam verändert, wird bei dieser neuen Herstellungsmethode in speziellen Fermentierungskammern beschleunigt, um den typischen Pu’er-Geschmack in nur vier Monaten nach der Ernte zu erzielen. Das Endprodukt, der Shou Cha, hat schon von Beginn weg eine dunkle Farbe und ein intensives Aroma, was die jahrzehntelange Lagerung unnötig macht. Shou Cha bedeutet “gekochter” und “reifer” Tee.
Auch wenn die beschleunigte Fermentierung nicht mit der natürlichen Veränderung, welche der Sheng Cha mit der Alterung durchläuft, verglichen werden kann, darf Shou Cha nicht als zweitklassiger Pu’er Tee bezeichnet werden, was auch die Marktpreise bestätigen. Auch Shou Cha kann gelagert werden. Sein Geschmack verändert sich ebenfalls über die Jahre und es entstehen interessante Kombinationen natürlicher und induzierter Geschmacksnuancen.
Wir möchten Sie darum dazu ermuntern, Sheng und Shou Pu’er miteinander zu vergleichen und uns mitzuteilen welche der beiden Teevariationen Sie bevorzugen.

Empfohlener Tee

Einen Versuch wert:

floraler Si Ji Chun

 
Ein taiwanesischer Oolong mit Noten von getoastetem Keks und Kirschblüten.
 

Yunsi