Zong Changtai 2003
Für Liebhaber vielschichtiger und erfrischender Sheng Pu’er.
Mit dem wachsenden Interesse an Sheng Pu’er unter Teetrinkern und Sammlern in den vergangenen Jahrzehnten haben einige Tees einen beinahe legendären Status erreicht. Dieser Zong Changtai aus dem Jahr 2003, eine Mischung hochwertiger Teeblätter nach dem Vorbild der traditionellen Dayi-7542-Rezeptur, gehört zweifellos dazu – und das aus gutem Grund.
Aus dem vorgewärmten Aufgussgefäß steigen zunächst Aromen von duftendem Holz und süßen Datteln auf. Sobald die Blätter mit Wasser übergossen werden, entwickelt sich der Duft in eine fruchtigere Richtung und erinnert an Pflaumen und dunkle Beeren. Der dickflüssige Aufguss zeigt eine elegante Bitterkeit, die an Lorbeerblätter oder chinesische Bitterkräuter denken lässt, begleitet von Noten trockenen Holzes und Brombeere. Ein intensiver, kampferartiger Kühleffekt im Hals rundet das Erlebnis dieses vielschichtigen und komplexen, zugleich aber erstaunlich zugänglichen Sheng Pu’er ab – genau das, was Changtai mit diesem Tee erreichen wollte.
Geschrieben von Sven
Die Geschichte von Changtai
Changtai wurde erstmals durch den Yi Chang Hao von 1999 bekannt. Im Jahr 2004 expandierte das Unternehmen stark, bezog sein Blattgut aus einem deutlich größeren Gebiet und nahm gewisse Abstriche bei der Qualität der Teeblätter in Kauf, um die Produktionsmenge steigern zu können. Diese Expansion wurde durch die Umstrukturierung der Changtai Tea Firm zur Yunnan Changtai Tea Industry Group formalisiert.
Für Sammler ist diese Unterscheidung von Bedeutung. Changtai-Produktionen aus der Zeit vor 2004 werden häufig mit kleineren Produktionsmengen und höherem Prestige verbunden, während Changtai ab 2004 allgemein als kommerzieller, breiter in der Beschaffung und deutlich produktionsstärker gilt. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass spätere Tees minderwertig sind. Es macht jedoch das genaue Produkt, die Charge, den Wrapper, die Lagerungsgeschichte und die Bezugsquelle wesentlich wichtiger als den Namen Changtai allein.
Dieser Tee ist dafür ein gutes Beispiel. Vom Zong Changtai 2003 sind drei Versionen bekannt, die sich durch unterschiedliche Kombinationen aus einem Strichcode auf dem Wrapper und einem Stempel auf dem Nei Fei, dem innenliegenden Etikett, unterscheiden. Bei der hier angebotenen Version handelt es sich um die sogenannte „Wu Tiao Ma + Wu Tian Shu“-Ausführung – ohne Strichcode und ohne Stempel –, die als die früheste und seltenste der drei Varianten gilt.
- HERKUNFT: Jinggu, Puer, Yunnan, China
- PRODUZENT: Chang Tai Teehaus (chang tai cha hang)
- GEERNTET IN: 2003
- ZÜCHTUNG: Wilde Teebäume
- GESCHMACK: Lorbeerblätter, Brombeeren, Kampfer
- Menge: 6g / 500ml
- Wassertemperatur: 100°C
- Ziehzeit: 5 Min.
- Menge: 5g / 100ml
- Wassertemperatur: 100°C
- Mehrere kurze Aufgüsse
Die besten Ergebnisse beim Gongfu Cha erzielen Sie, wenn Sie den Tee im traditionellen Gaiwan oder in einer Yixing-Teekanne zubereiten.